
Zwei-Finger-Handschuhe, Getränke, Windstopper-Unterhosen, Kleidung ablegen, Nasen-Atmung: Hinter diesen Schlagworten verbergen sich Tipps des Skilangläufers Dr. Andreas Lange zum winterlichen Sporttreiben. Seine langjährige Erfahrung mit Leistungssportlern hat ihm gezeigt: „Es ist individuell verschieden, wer welche Bedingungen als kalt empfindet.“ Sorgen um die Lunge wegen der kalten Luft brauche man sich beim Sport im Winter ihm zufolge nicht zu machen. Zumindest, wenn man gesund ist.
„Die Nase hilft dabei, die einströmende Luft vorzuwärmen“, erklärt der passionierte Ski-Langläufer. Dementsprechend sei die Nasenatmung auch ein Tipp, um der Kälte zu trotzen. Wird die Belastung intensiver und beginnt der Sportler womöglich, durch den Mund zu atmen, habe Lange bei sich selbst eine körpereigene Reaktion festgestellt: „Man atmet dann automatisch nicht mehr ganz so tief ein.“ Erst ab minus 20 Grad werde es ihm zufolge unangenehm „und es geht auf die Bronchien“.
Neben dem altbekannten Zwiebelprinzip hält Lange, der an elf Senioren-WMs teilgenommen hat, weitere Empfehlungen zum Thema Kleidung bereit: „Klassische Wollmützen gibt es eigentlich nicht mehr, stattdessen wird Funktionskleidung getragen. Zudem kann man Zwei-Finger-Handschuhe anziehen, dann wärmen sich die Finger gegenseitig“, so Lange, der beim Deutschen Ski-Verband als Funktionär im Bereich Langlauf tätig ist. Gerade bei windigen Bedingungen schwört er zudem auf Unterhosen mit Windstopper-Einsatz und empfiehlt eine leichte Windjacke. Allzu viel Kleidung, und das mag überraschend erscheinen, empfiehlt der 61-Jährige allerdings grundsätzlich nicht: Wenn man zu viele oder zu dicke Schichten trägt, werde einem womöglich zu warm, erklärt er. Gerade bei intensiven Belastungen beginne man dann arg zu schwitzen und kühle schneller aus. Insofern kann bei Kälte auch ein Hilfsmittel wirken, das auf den ersten Blick völlig paradox anmutet: Kleidung ablegen!
Die Kleidungswahl hängt folglich nicht nur von den Außenbedingungen ab, sondern auch von der Belastungsintensität. Vor diesem Hintergrund ist auch einleuchtend, warum manche Läufer selbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kurze Hosen tragen.
Einen Tipp zum Wintertraining, der alle Sportler betrifft – vom leistungsambitionierten zum gelegentlichen – hat Lange noch auf Lager: „Auch im Winter darf man das Trinken nicht vergessen. Durch die Atmung verliert man eine Menge Flüssigkeit, wie man manchmal auch beim Ausatmen in Form von Nebel sieht“, erklärt er. Als Getränk empfiehlt er an kalten Tagen warmen Tee. Und das vor allem aufgrund einer eigenen, unangenehmen, Erfahrung: „Bei einem Rennen in Amerika wurde mir mal etwas Kaltes bereitgestellt. Das hat mir die Kehle zugeschnürt, ich konnte einfach nicht schlucken“, kann er zumindest rückblickend schmunzeln.

Sie wollen neuen Schwung und frische Motivation in Ihr Sporttreiben bringen? Diesem Anliegen wird personal sports bereits seit 2005 gern gerecht, und zwar auf ganz vielfältigem Wege. Womit wir bei der Frage sind, die häufig an uns herangetragen wird: „Was macht ps eigentlich genau?“ Die Antwort: Wir transportieren Freude, Wissen und Erfahrung im Zusammenhang mit sportlicher Aktivität!
Laufen, Schwimmen, Tanzen, Wandern, Schlittschuhfahren. All diese Bewegungsformen fordern unsere Ausdauer, treiben den Pulsschlag in die Höhe und lassen uns schwitzen. Um uns effizient zu verbessern, sollten wir also allein unsere Ausdauer trainieren! Mitnichten.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was genau eigentlich einen Trainingsplan ausmacht? Oder, anders formuliert: Ist ein Trainingsplan, der nicht eingehalten wird, überhaupt ein Trainingsplan? Muss ein Plan niedergeschrieben sein, um als Plan zu gelten? Und: Wieviele Tage, Wochen, Monate oder Jahre muss ein Trainingsplan vorausblicken?
Liebe Athleten, unsere Hilfe ist gefragt!
Bis zu 800 Prozent mehr Energie: Diese beachtliche Zahl muss ein ungeübter Schwimmer mehr aufbringen als ein Profi, um dieselbe Distanz in derselben Geschwindigkeit zu schwimmen. Die Hauptgründe dafür sind: Technik, Ökonomie, Harmonie. Beim Profi werden immerhin zehn Prozent seiner eingesetzten Energie in Vortrieb umgewandelt, bei Einsteigern nur ein bis zwei Prozent. Wie es gelingt, eine harmonischere Bewegungsausführung und zunehmende Ökonomie zu erreichen? Durch Techniktraining! Denn selbst die größten Muskelpakete und die beste Ausdauer bringen wenig ein, wenn sie ineffektiv eingesetzt werden. Das gilt fürs Laufen und fürs Radfahren, und ganz besonders fürs Schwimmen: Dort wirkt sich nämlich ein geringerer Wasserwiderstand (durch verbesserte Technik) deutlich positiver aus als eine Zunahme der Kraft. Der Spruch „Kraft bringt ohne Technik nichts ein“ kommt also nicht von ungefähr.
Viele Tiere sind schneller als der Mensch, viele sind stärker, etliche haben ausgeprägtere Sinnesorgane. Doch in einem Punkt liegt der Mensch ganz weit vorn: In der Fähigkeit zur Wärmeregulation! Jeder Mensch verfügt über Millionen von Schweißdrüsen. Diese bieten in Kombination mit wenig Haarbewuchs („Fell“) eine exzellente Voraussetzung zur Kühlung: Schweiß wird produziert und verdunstet über die Haut an der Umgebungsluft. So gelingt es, dem bei körperlicher Aktivität unweigerlich entstehenden Anstieg der Körpertemperatur entgegenzuwirken. Für viele Tiere ist nämlich die Körpertemperatur der limitierende Faktor bei längerer Anstrengung: Antilopen etwa laufen zwar kurzfristig sehr schnell. Die Hitzeentwicklung zwingt sie jedoch früher oder später dazu, anzuhalten, um sich über das Atmen (=Hecheln) abzukühlen. Bei langen Belastungen haben wir Menschen also einen immensen Vorteil: An den zur Energiebereitstellung benötigten Sauerstoff gelangen wir über das Atmen. Und Hecheln müssen wir nicht, weil die Schweißproduktion dem Temperaturanstieg entgegenwirkt.
Können Sie den Kräuter-Duft riechen, der in Ihre Nase steigt? Und spüren Sie, wie Ihre Beine, mit einem Film von Massage-Öl bedeckt, immer fester durchgeknetet werden? Fast alle Menschen lieben die Massage! Für sportlich Aktive ist sie zudem auf besondere Weise förderlich. Ob vor der Belastung oder hinterher, ob regelmäßig oder punktuell, ob händisch oder mit Blackroll: Massagen können in ganz verschiedenen Situationen Anwendung finden – und verschiedenen Zwecken dienen. Hauptziel der Sportmassage im Anschluss an eine Belastung ist die Regenerationsförderung. „Durch Massagen wird die Durchblutung angeregt, Muskelkater wird vorgebeugt“, erklärt Marianne Pecher. Auf drei Ebenen wirkt eine Massage nach einem sportlichen Wettkampf oder harten Training: Erstens sorgt sie dafür, dass der Körper und Geist auf angenehme Weise auch wirklich zur Ruhe kommen. Zweitens können Verspannungen und Verhärtungen gelöst werden. Und zu guter Letzt sorgt eine Massage nach dem Sporttreiben dafür, dass die während der Belastung entstandenen Schlackstoffe in der Muskulatur deutlich schneller abtransportiert werden.
„Muskeln wachsen in der Regenerationsphase!“ So salopp dieser Ausspruch auch formuliert sein mag, so wenig ist grundsätzlich an ihm zu rütteln. Schließlich ist es tatsächlich niemals das sportliche Training selbst, das uns ausdauernder, fitter, schneller, stärker oder besser macht, sondern die Erholungsphase im Anschluss an die Belastung. Genau genommen schwächt uns das Training sogar! Erst der Wiederaufbau der Muskulatur durch den Organismus in der nachfolgenden Regenerationszeit sorgt dafür, dass wir für weitere Belastungen besser gewappnet sind (das so genannte Prinzip der Superkompensation).
Kürzere Tage, die zudem auch noch kälter sind: Es könnte aus Sicht der meisten Aktiven wahrlich bessere Bedingungen geben als im Winter, um in Bewegung zu bleiben. Das Positive? Zumindest kann man die vorherrschenden Bedingungen, die für alle gelten, angenehmer gestalten. Um, erstens, der Dunkelheit zu trotzen, gibt es viele Methoden: Indoor-Sport etwa, eine Stirnlampe, reflektierende Kleidung oder Reflektoren-Bänder. „Es geht nicht nur ums Sehen, sondern auch darum, gesehen zu werden“, unterstreicht Frank Neumann, Inhaber des Laufsportfachgeschäfts Laufline. Längere Einheiten empfiehlt der passionierte Läufer nicht unter der Woche am Abend durchzuführen, sondern im Hellen am Wochenende. Schließlich gibt er den Rat, längere Einheiten zur wärmsten Tageszeit durchzuführen. Schließlich ist die Kälte die zweite als unangenehm wahrgenommene Konstante in den Wintermonaten. „Natürlich muss man vor allem die Extremitäten vor Auskühlung schützen. Sei es durch Stirnband, Buff, Mütze, Handschuhe oder intelligente Kleidung“, so Neumann. Für den Fall, dass die Temperatur weit unter den Gefrierpunkt sinkt, hat er noch einen weiteren Tipp parat: Ein erstes Aufwärmprogramm bereits drinnen durchzuführen: Ob Laufen auf der Stelle, Hampelmänner oder Eine Aktivität von fünf Minuten sorgt schon einmal vor dem Treten vor die Haustür für Wärme von innen.
„Im Winter muss man Grundlage trainieren. Schließlich ist das im Sommer häufig vernachlässigt worden!“ Eine oft gehörte Aussage, die jedoch selten näher beleuchtet wird. Aber wir wollen genau das tun: Wie lässt sich die Grundlagenausdauer effizient trainieren? Was genau passiert im Organismus? Und, vor allem: Was meint der Begriff Grundlagenausdauer?
An manchen Stellen ist es üblich, an anderen verpönt. In manchen Sportarten tun sie es davor, in anderen hinterher. Manchmal wird es passiv durchgeführt, manchmal aktiv. Die Möglichkeiten, sich zu dehnen, sind enorm vielfältig. Und genau das ist der Grund, warum pauschale Aussagen nur schwer möglich sind. „Dehnen an sich ist niemals gut oder schlecht – es kommt auf die Art des Dehnens, die Durchführung, das Ziel und den erwünschten Zweck an“, sagt Jacob Minah, ehemaliger Deutscher Meister und Studentenweltmeister im Zehnkampf. „Das“ Dehnen gibt es also gar nicht. Sich entsprechend seiner Zielsetzungen zu stretchen, kann Minah jedem aufgrund seiner langjährigen Praxis als Hochleistungssportler „aber wirklich nur empfehlen, weil es grundsätzlich die entsprechende Muskulatur geschmeidiger macht“.
Es gibt etliche Aktive, die zwar mit viel Enthusiasmus und großem Zeitaufwand ihrer Sportart nachgehen. Häufiger als nicht bleibt dabei allerdings alternatives Training völlig auf der Strecke. Ein Radrennfahrer denkt in der Saison nur selten daran, Kräftigungs- oder Stabilisationsübungen für den Oberkörper durchzuführen. Ein Läufer könnte viel öfter seine Ausdauer beim Schwimmen, Radfahren oder Bergwandern verbessern. Und ein Ballsportler könnte durch Querfeldein-Läufe vielen typischen Verletzungen vorbeugen. Untypische Belastungs- und Bewegungsformen sind aber nicht nur Verletzungsprophylaxe oder motivationsfördernd. Sondern vor allem sind sie aus trainingswissenschaftlicher Sicht absolut begründet, weil damit einseitigen Belastungen und einer Stagnatation des Leistungslevels vorgebeugt werden kann.
„Viel zu viele Teilnehmer neigen dazu, übererholt in die Tour d´Energie zu gehen“, weiß Frieder Uflacker. Deshalb empfiehlt der Sportwissenschaftler, am Tag vor dem Jedermannradrennen eine kurze, aber intensive Vorbelastung zu fahren. „Das ist deutlich besser als passive Ruhe und sinnvoll, um die Muskelspannung zu erhöhen“, erklärt der 36-Jährige. Um zu verhindern, dass die Vorbelastung für den Organismus zur Überbelastung wird, ist jedoch dreierlei zu beachten: